XIII H / BR 58.1

Vorbild

Die Zeit des 1. Weltkrieges brachte eine enorme Transportfrage auf der Schiene mit sich. Es wurden stärkere und schneller Lokomotiven für den Güterverkehr verlangt. Um diese Nachfrage gerecht zu werden wurden für die K.Sächs.Sts.E.B. von Hartmann, nach Zeichnungen von Henschel, zwanzig Lokomotiven gebaut mit der Achsfolge 1E. Die Lokomotiven wurden mit dem sächsischen Tender 4T21/7 gekuppelt. Die Lokomotiven bekamen einen Zweiachsantrieb. Der mittlere Zylinder trieb in starker Neigung die 2. Kuppelachse an. Die beide Aussenzylinder trieben die mittlere Kuppelachse an. Erstmals hat es hiermit eine Lokomotive mit über 100 Tonnen Gewicht auf den deutschen Schienen gegeben.

Nach dem 1. Weltkrieg wurden sechs Lokomotiven nach Frankreich als Reparation abgegeben. Die übrige vierzehn Lokomotiven kamen zur DRG. Diese wurden in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts alle ausgemustert. Drei nach Frankreich abegebene Lokomotiven kamen im 2. Weltkrieg als sogenannte ‚Leihlokomotiven‘ zurück nach Sachsen und wurden beim Bw Zwickau eingesetzt.

Die französchische Staatsbahnen waren mit den Lokomotiven so zufrieden das sie nach den Hartmann-Zeichnungen nicht weniger als 193 Lokomotiven für die Est als 150E und 10 Lokomotiven für die ETAT als 150A nachbauen liessen. Die Lokomotiven hatten ein anderes Aussehen. Der Grundriss aber war gleich an den sächsischen Lokomotiven. Es wurden sogar solche Lokomotiven bis in Algerien eingesetzt.

Modell

Das Modell der Lokomotive hat ein Doppelwipplagerfahrwerk. Der Vorläufer stützt die Lokomotive ab, ist gegen das Fahrwerk abgefedert und steuert die Lokomotive durch den Bogen (nur bei grossen Radien anwendbar). Das Modell kann gebaut werden mit den Weinert Radsätzen der Baureihe 58 oder 44. Es ist auch möglich die Radsatzgruppe der Roco BR 58 zu benutzen.

Die Lokomotive kann geliefert werden mit vereintem Dom und Sandkasten in der Ursprungsversion der Lokomotive, oder mit geteiltem Dom und Sandkasten.

Das Modell kann mit dem erhältlichen Tender oder der Tender der Piko Lokomotive der BR 38.2-3 gekuppelt werden (Abbildung unten mit einem optisch nachgebesserten Tender).